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Dienstag, 19 Juli 2022 11:10

Schwere Entscheidung? 11 Tipps zur Entscheidungsfindung

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Der berufliche Alltag ist voller Entscheidungen. Oft müssen wir schnell entscheiden. Wie können wir schnell und leicht gute Entscheidungen treffen? Wir zeigen Ihnen Tipps von Experten! 

Experten schätzen, dass wir ca. 20.000 Entscheidungen am Tag treffen – manche groß, viele klein:

  • Nehme ich das Job-Angebot an?
  • Soll ich diesen Kandidaten einstellen?
  • Esse ich einen Burger zum Mittagessen?
  • Mache ich heute später Feierabend?

Entscheidungen setzen immer Veränderungen in Gang und beeinflussen unseren weiteren Lebens- und Berufsweg:

  • Ein Job-Angebot kann den Aufstieg auf der Karriereleiter bedeuten.
  • Ein neuer Mitarbeiter kann ein Unternehmen voranbringen.
  • Einen Burger zum Mittagessen kann müde machen und die Performance im anstehenden Meeting beeinflussen.
  • Oft später Feierabend zu machen, kann eine toxische Work-Life-Balance nach sich ziehen.

Wie können wir gute Entscheidungen treffen, ohne uns Druck zu machen oder uns zu verzetteln?

 

Augen aufs Ziel

Setzen Sie sich klare Ziele – das ist keine Phrase. Denn oft scheitern Vorhaben daran, dass die Zielstellung zu schwammig formuliert, nicht verstanden wird und daher nicht erreichbar ist.

Schärfen Sie Ihre Ziele mit folgenden Fragen nach: Welcher Ist-Zustand und welche Ressourcen bestehen zurzeit? Welcher Ist-Zustand soll in Zukunft erreicht werden? Trennen Sie sich von unwichtigen Details und seien Sie schonungslos und ehrlich bei Ihrer Analyse.

 

Trauen Sie sich, groß zu denken

Haben Sie eine langfristige Vision von Ihrem Vorhaben? Denn mit einer Vision vor Augen verlieren Sie sich nicht in Details, sondern besinnen sich stets auf den Kern Ihres Vorhabens.

 

Wie sähe der schlimmste Fall aus?

Was machen Sie, wenn es bei Ihrem Vorhaben zu Verzögerungen kommt oder Teilziele nicht erreicht werden? Mit der sogenannten Szenario-Technik können Sie den Worst-Case gedanklich inszenieren und durchspielen. Das sorgt für Sicherheit und Flexibilität.

 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, oder?

Vor allem bei Teamarbeiten sollte der altbekannte Spruch “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.” ad acta gelegt werden. Denn Angst vor Fehlern oder Kontrollverlust durch Abgabe von Vertrauen kosten Zeit, Geld und Nerven.

Konzentrieren Sie sich eher darauf, transparent zu kommunizieren und sicherzugehen, dass alle Aufgaben und Bereich klar definiert sind. Das erspart Ihnen am Ende das Nachkontrollieren.

 

Weniger recherchieren und nachdenken

Oft gilt: Wer weniger weiß, trifft besser und leichter Entscheidungen. Das soll nicht heißen, dass Sie naiv oder uninformiert vorgehen sollten.

Doch wenn Sie Recherche- und Brainstorming-Arbeiten im Vorhinein begrenzen, bleibt Ihnen mehr Zeit für tatsächliche Umsetzung.

 

Ja oder nein? Spitzen Sie zu!

Manchmal hilft es, wenn Sie Fragestellungen auf ein gut-schlecht- oder ja-nein-Schema zuspitzen.

 

Was sagt der Bauch?

Ein Bauchgefühl lässt sich oft nicht begründen, doch sollten Sie es nie ignorieren. Kommunizieren Sie Ihre innere Stimme. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Fakten und Bauchgefühl übereinstimmen.

 

Gibt's einen Plan B?

Pläne ändern sich und dann bricht oft Chaos aus und dem Ziel wird hinterhergehetzt. Ein gut vorbereiteter Plan B gibt nicht nur Sicherheit, sondern lässt Sie auch flexibel auf Planänderungen reagieren.

 

Nobody's perfect

Perfektionismus ist eine Utopie und oft subjektiv. Bei Entscheidungsprozessen kann Perfektionismus zu einem echten Problem werden: Wir wägen zu viel und lange ab und verkomplizieren dadurch den gesamten Prozess. Gut ist meistens gut genug.

 

Expertenwissen: Was sagen andere?

Bei großer Unsicherheit oder einer sehr weitreichenden Entscheidung kann es helfen, wenn Sie sich mit Experten austauschen. Denn erfahrene Persönlichkeiten konnten viel Erfolgswissen sammeln, von dem Sie profitieren können.

 

Wo liegen die Prioritäten?

Bevor Sie eine Entscheidung treffen oder sich unter Entscheidungsdruck setzen, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

Ist das in den nächsten 10 Stunden noch wichtig?

Nein? Ist es in den nächsten 10 Monaten noch wichtig?

Nein? Ist es in den nächsten Jahren noch wichtig?

Wenn alles verneint werden kann, lassen Sie sich Zeit und überdenken Sie Ihre Prioritäten

Letzte Änderung am Donnerstag, 11 August 2022 12:46