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Freitag, 05 August 2022 10:58

Vorgehen nach Arbeitsunfall als Mitarbeiter und Arbeitgeber

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Wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Arbeitsunfall kommt, ist schnelles Handeln gefragt. Sobald der Verletzte in Sicherheit gebracht ist, müssen Betroffene und Arbeitgeber weitere Schritte beachten. 

1. Die 1. Schritte nach einem Arbeitsunfall

Ihr Kollege ist gestürzt und scheint verletzt zu sein. Jetzt müssen Sie schnell und richtig handeln! Ihre 1.Pflicht ist es, die Rettungskette zu aktivieren. Das heißt, Erste Hilfe zu leisten oder ausgebildete Ersthelfer zu informieren und parallel den Rettungsdienst zu rufen. Bei tödlichen Unfällen müssen Sie auch die Polizei benachrichtigen.

Sobald der verunfallte Mitarbeiter sicher ist, müssen Arbeitgeber und Mitarbeiter weitere Schritte beachten - denn es geht um den Versicherungsschutz.

 

2. Was sollten Arbeitnehmer tun?

Sofern keine Notfallbehandlung notwendig ist, sollten Sie sich von einem Durchgangsarzt (D-Arzt) untersuchen und behandeln lassen. Ihr Arbeitgeber kann Ihnen meistens eine Liste mit entsprechenden Ärzten zur Verfügung stellen.

D-Ärzte sind auf Unfallchirurgie spezialisiert und haben von der Unfallversicherung (DGUV) eine gesonderte Zulassung. Die Untersuchung und Behandlung sollte durch den Durchgangsarzt und nicht Ihren Hausarzt erfolgen, um notwendige Beweise zu dokumentieren und zu sichern.

Die DGUV empfiehlt, jeden (scheinbar unbedeutenden) Arbeitsunfall beim Arbeitgeber zu melden. Auch wenn Sie sich nur in den Finger geschnitten haben, kann es zu einer Infektion (Folgeschaden) kommen. Können Sie dann nicht wie gewohnt arbeiten, haben Sie unter Umständen keinen Anspruch auf Versicherungsschutz, wenn Sie die Erstverletzung nicht angezeigt haben.

 

3. Was müssen Arbeitgeber tun?

Zur Dokumentation und als Nachweis für den Versicherungsträger sollten Sie jeden noch so kleinen Arbeitsunfall ins Verbandbuch eintragen.

Ist Ihr Mitarbeiter mehr als 3 Tage arbeitsunfähig, müssen Sie den Unfall bei der zuständigen Berufsgenossenschaft melden. Für die Meldung haben Sie 3 Tage Zeit. Bei sehr schweren Unfällen oder gar Tod sollten Sie die Meldung sofort einreichen.

Dafür können Sie das Formular in der Formtext-Datenbank der DGUV verwenden, das Sie mit dem Stichwort “Unfallanzeige” finden. Viele Berufsgenossenschaften und Unfallkassen bieten Ihnen auf der Internetseite die Möglichkeit einer Online-Anzeige.

Die Berufsgenossenschaften werden anschließend den Versicherungsschutz und die entsprechenden Leistungsansprüche prüfen. Daher empfiehlt es sich, eine Unfalluntersuchung durchzuführen, um Beweise und Zeugenaussagen zu sammeln. Folgende Personen sollten Sie befragen: Unfallopfer, Arbeitgeber, verantwortliche Vorgesetzte, zuständige Sicherheitsfachkräfte oder -beauftragte, anwesende Zeugen, Betriebsarzt.

 

 

Gelesen 273 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 17 August 2022 10:11

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