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Dienstag, 18 Januar 2022 09:41

Fakten zur betriebliche Altersvorsorge (bAV) für Arbeitgeber und Mitarbeiter

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Die betriebliche ist neben der gesetzlichen und privaten Altersvorsorge eine Möglichkeit für Arbeitnehmer, für das Alter zu sparen. Seit 2002 haben Arbeitnehmer sogar einen Anspruch auf eine arbeitnehmerfinanzierte Altersvorsorge, die der Arbeitgeber bezuschussen muss. 

Inhaltsverzeichnis 

1. Was ist eine betriebliche Altersvorsorge 

2. Wie werden die Beiträge zur bAV finanziert?

Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge

3. Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge 

 

Das Wichtigste – kurz & knapp 

  • Bei der betrieblichen Altersvorsorge handelt es sich um eine Rentenversicherung, die entweder vom Arbeitnehmer oder Arbeitgeber oder beiden finanziert wird. 
  • Zum Renteneintritt wird die bAV dann ausgezahlt. 
  • Seit 2002 besteht ein Anspruch auf die arbeitnehmerfinanzierte Altersvorsorge. 
  • Seit 2022 muss der Arbeitgeber die durch den Arbeitnehmer finanzierte bAV pauschal bezuschussen. 

 

1. Was ist eine betriebliche Altersvorsorge?

Arbeitnehmer zahlen jeden Monat mit einem Teil ihres Gehalts Sozialabgaben. Zu den Sozialabgaben zählen unter anderem die Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung. Neben der gesetzlichen Rentenversicherung haben Sie weitere Möglichkeiten, um für das Alter vorzusorgen – eine dieser Möglichkeiten ist die betriebliche Altersvorsorge (bAV).

Zur bAV zählen alle betrieblichen Leistungen, die Arbeitnehmer zur Altersvorsorge, Hinterbliebenen- oder Invaliditätsversorgung erhalten. Diese Leistungen können sowohl Sie als Arbeitnehmer durch die sog. Entgeltumwandlung erbringen als auch Ihr Arbeitgeber.

Mit der Zeit des Arbeitsverhältnisses sammeln sich so Vermögen und Zinsen an, das Sie erhalten, wenn Sie in Rente gehen.

Die betriebliche Altersvorsorge kann als dritte Möglichkeit die gesetzliche und private Vorsorge ergänzen. Der Arbeitgeber kann unterschiedliche Arten der bAV anbieten:

  • Direktversicherung
  • Direktzusage
  • Pensionskasse
  • Pensionsfond
  • Unterstützungskasse 

Nachteil: als Arbeitnehmer können Sie keinen Einfluss darauf nehmen, welche Variante der Arbeitgeber anbietet. Das Vergleichen von Tarifen ist nicht möglich.

Vorteil: in der Regel müssen Sie die Versicherungsbeiträge nicht alleine finanzieren, da sich der Arbeitgeber daran beteiligt.

 

2. Wie werden die Beiträge zur bAV finanziert?

Bei der betrieblichen Altersvorsorge unterscheidet man 2 Arten:

  • Arbeitgeberfinanzierte bAV: Diese Art der Vorsorge wird meist als Zusatzleistung mit dem Arbeitsvertrag angeboten. Sie soll Mitarbeiter binden und für die Treue zum Unternehmen belohnen. Der Arbeitgeber zahlt die Beiträge zu Versicherung allein.
  • Arbeitnehmerfinanzierte bAV: Seit 2002 können Arbeitnehmer die bAV auch allein finanzieren – Sie haben sogar einen Anspruch darauf. Die Versicherungsbeiträge kommen vom Bruttogehalt und werden staatlich gefördert. Auch die vermögenswirksamen Leistungen können zur Einzahlung in die bAV genutzt werden.

 

Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge

Arbeitgeber müssen keine betriebliche Altersvorsorge anbieten. Doch wie bereits erwähnt, haben Arbeitnehmer seit 2002 einen Anspruch auf die arbeitnehmerfinanzierte bAV, die sie mittels der Entgeltumwandlung finanzieren können. Die arbeitnehmerseitigen Beiträge muss der Arbeitgeber sogar seit 2019 bei Neuverträgen mit pauschal 15% bezuschussen.

Egal, ob Voll- oder Teilzeit und sogar als geringfügig Beschäftigter auf 450€-Basis haben Sie einen gesetzlichen Anspruch.

 

3. Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge

Die Vorteile der durch den Arbeitgeber finanzierte betriebliche Vorsorge sind offensichtlich. Doch auch die arbeitnehmerfinanzierte bAV kann sich lohnen:

  • Finanzierung der bAV erfolgt durch das Bruttogehalt – das bringt einen Steuervorteil: das Gehalt wird erst nach Abzug der Beiträge versteuert. Arbeitnehmer zahlen also 100% eines Beitrags ein, verzichten je nach Steuerklasse netto aber nur auf ca. 50%
  • Beiträge bis 284€ monatlich sind steuer- und sozialabgabenfrei 
  • Der Arbeitgeber muss Beiträge zu bAV bezuschussen – die Zuschusspflicht gilt seit 2022
  • Die eingezahlten Beiträge bleiben garantiert, selbst bei ausbleibenden Gewinn des Geldes
  • Als Arbeitnehmer gibt es keinen großen Eigenaufwand, da der Arbeitgeber alles regelt
  • Bei Renteneintritt wird eine lebenslange Rente oder eine einmalige Auszahlung gezahlt 
  • Viele Verträge sichern Hinterbliebene zusätzlich ab, falls der Arbeitnehmer vor Renteneintritt verstirbt 
  • Bei Auszahlung einer einmaligen Zahlung ist diese vererbbar 
Gelesen 1905 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 11 August 2022 12:44

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